Starke Frauen, verletzte Männer: Wie emotionale Bildung unsere Gesellschaft heilt
Aus gegebenem Anlass schreibe ich diesen Artikel – emotional, ehrlich und ohne mir ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Zum Wort Femizid existiert kein wirklich sprachlich oder gesellschaftlich verwendetes männliches Pendant. Und allein das sagt schon alles. Eigentlich könnte der Text hier enden. Femizid. Punkt.
Von Gleichberechtigung sind wir trotz aller Fortschritte noch Lichtjahre entfernt. Was mich dabei so unglaublich aufwühlt, ist die Tatsache, dass ich als Frau auch noch dankbar sein soll für Dinge, die für unsere männlichen Mitmenschen als völlig selbstverständlich gelten. Ich soll bitte dankbar sein, einen Mann „abbekommen“ zu haben, der mich zumindest nicht schlägt – er ist ja „eh einer von den Guten“.
Na, danke auch.
Wie kann es sein, dass wir im Jahr 2025 immer noch nicht weiter sind? Dass wir immer noch nicht verstehen, dass es hier nicht ums „Erkämpfen“ geht, sondern darum, gesellschaftliche Konstrukte aufzulösen, die irgendwann aus purem Irrsinn von Männern eingeführt wurden? Warum sie das taten – man kann nur mutmaßen. Ich war nicht dabei.
Was ich aber sehr wohl sehe, und das besonders als Mutter eines Sohnes:
Sich selbst zu verstehen, seine Gefühle zu kennen und zu lernen, wie man damit verantwortungsvoll umgeht – das ist kein Luxus. Es ist ein MUSS.
In meiner Arbeit mit Kindern erlebe ich jedoch das Gegenteil. Oft bekomme ich auf die Frage „Welche Emotionen gibt es?“ Antworten wie „müde“ oder „Hunger“. Viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, wo sie anfangen oder aufhören. Sie können sich selbst kaum spüren. Sie haben nie gelernt, ihre Gefühle zu regulieren oder Emotionen gesund zu verarbeiten.
Und wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, sehe ich Frauen, die sich ihren Ahnenthemen stellen, innere Kinder heilen und sich mutig mit ihrer Seelenwelt auseinandersetzen – um möglichst stabile, bewusste Mütter zu sein. Das Bewusstsein für traumatische Muster und deren Weitergabe ist bei vielen Frauen inzwischen stark ausgeprägt.
Bei Männern passiert das – wenn überhaupt – noch im Verborgenen.
Und genau das muss sich ändern.
Nur dann wird die Welt für alle wirklich gleichwertig lebbar.
Nur dann brauchen Menschen nicht mehr aus Angst, geringem Selbstwert oder innerer Leere heraus andere kleinzumachen oder zu dominieren.
Nur dann wird Macht nicht länger mit Kontrolle verwechselt.
Deshalb mache ich, was ich mache.
Deshalb ist es meine Mission, Frauen und Kinder zu stärken – um eine Zukunft mitzugestalten, in der Mädchen und Frauen einfach sein dürfen, was sie sind.
Stark. Mutig. Intuitiv. Liebe.
Veränderung beginnt in uns selbst. In meinen Kursen für Frauen und Kinder – inklusive Achtsamkeit im Klassenzimmer – lernen wir, Gefühle bewusst wahrzunehmen und innere Stärke zu entwickeln. Melde dich bei mir, damit wir gemeinsam ein individuelles Programm für dich oder deine Klasse gestalten und Wege zu mehr Bewusstsein, Stabilität und Empathie öffnen.